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Fachwissen23.06.2020

Just-in-Time-Lieferung im Bau: keine Zukunftsmusik

Eine vorkonfektionierte Baustofflieferung genau dann, wenn sie gebraucht wird – passend zugeschnitten, direkt aus dem nächstliegenden Werk geliefert, quasi ohne Verschnitt. Klingt unrealistisch? Nicht in einem digitalisierten Bauprozess. Building-Information-Modeling-Systeme (BIM) ermöglichen in Echtzeit synchronisierte Daten und die optimale Vernetzung aller beteiligten Akteur*innen.

Nahtlos und kosteneffizient

Eine funktionierende Just-in-Time-Lieferung (JiT) hat mehrere Vorteile. Die bereits zugeschnittenen Stücke benötigen weniger Zeit beim Einbau. Vor Ort muss zudem nichts mehr angepasst werden, was ebenfalls zahlreiche Arbeitsstunden einspart. Durch die zeitlich exakt abgepasste Lieferung können Bauherr*innen außerdem vermeiden, dass Bauteile über längere Zeiträume auf der Baustelle zwischengelagert werden müssen. Die Baustelle ist aufgeräumter und besser organisiert. 

Die Bau-Zukunft ist digital 

Um das Just-in-Time-Verfahren erfolgreich nutzen zu können, erstellen Bauherr*innen, Architekt*innen und Ingenieur*innen vor Baubeginn ein digitales Modell des Gebäudes. Dieses enthält alle wichtigen Angaben zum Bauprojekt und wird ständig aktualisiert.
Damit das BIM-Modell funktioniert, sollten ab Tag eins alle Gewerke in der Planung des Bauvorhabens involviert sein. Unverzichtbar hierbei ist die regelmäßige, intensive Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Digitales Modell eines Gebäudes
Das digitale BIM-Modell

Sobald von Architekt*innenseite eine Änderung vorgenommen wird, aktualisiert sich automatisch das Modell, das den Ingenieur*innen vorliegt – und umgekehrt. So können Planungsfehler und -unstimmigkeiten effizient vermieden werden.

Pflegen alle Parteien ihren Teil des Modells detailliert und pünktlich, liegt letztlich in Echtzeit eine vollständige Abbildung der Arbeit aller Beteiligten vor. Damit können die Bauherr*innen einen sogenannten „Model Check“ durchführen – eine automatische Prüfung, die kontrolliert, ob im Modell alles stimmig ist. 
Stimmt die Qualität des Modellaufbaus? Liegen Überlappungen vor? Stimmt die überschlägige Statik, funktionieren die tragenden Wände? Die Fehler, die der Model Check aufzeigt, werden dann in Feedbackrunden detailliert ausgemerzt. Es gilt: Je hochwertiger und exakter das Modell, desto mehr Zeit und Aufwand können beim Bau gespart werden. Alle wichtigen Informationen zum Projekt sind so zentral hinterlegt und können langfristig abgerufen werden. 

Von BIM zu JiT

Digital planen – und dann digital bauen: Aus dem vollständigen 3D-Modell können die Beteiligten exakte Mengen ableiten und bestellen. Daraufhin prüfen Mitarbeitende, welches Werk im Radius von 100 km zur Baustelle freie Kapazitäten und das richtige Produktportfolio hat, um die benötigten Baustoffe rechtzeitig vorzubereiten und zu konfektionieren. Die Ergebnisse aus der Forschung an intelligenten Technologien werden diesen bisher händischen Prozess künftig automatisieren. Auf Anfrage soll so innerhalb weniger Sekunden die Information vorliegen, welches Werk mit der Auslieferung beauftragt wird. Egal ob automatisiert oder von Hand, mit diesem Prinzip kann zuverlässig eine optimale Auslastung der Werke erreicht werden – und die Just-in-Time-Spedition macht sich mit der Lieferung pünktlich auf den Weg zum Ort des Geschehens.
Denn für die Bauherr*innen zählt letztendlich vor allem eins: Die Materialien für das Bauvorhaben kommen weder zu früh noch zu spät an der Baustelle an, sondern genau zum richtigen Zeitpunkt – just in time.

Gerade gelieferte Systemwandelemente auf der Baustelle
Genau zur richtigen Zeit werden die Systemwandelemente an die Baustelle ausgeliefert.
Ein bereits zugeschnittenes Bauteil wird von einem Kran angehoben
Die bereits zugeschnittenen Teile können direkt verbaut werden.
Systemwandelemente ordentlich sortiert auf der Baustelle
So müssen keine Baustoffe zwischengelagert werden – die Baustelle bleibt ordentlich und organisiert.

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