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Prüfstand02.12.2020

Kühler Kopf in heißen Zeiten: Hallen aus Porenbeton

Wochenlange Hitze galt noch vor 20 Jahren als Ausnahme. Mittlerweile sind Glutsommer beinahe zur Regel geworden. Das beeinflusst auch die Planung von Hallen für Logistik, Einzelhandel und Industrie. Denn die vermeintlich günstige Sandwichbauweise stellt sich thermisch-energetisch als kostenintensiv heraus. Deutlich besser schneidet in Computersimulationen Porenbeton ab. Das Material ermöglicht Investitionssicherheit im Hallenbau.

Im Überblick

Pro

Porenbeton – Kühlung inklusive

  • Gesamtkosten langfristig niedriger
  • Ausgewogene Wärmespeicherung; Kühlung durch Amplitudenverschiebung
  • Massiver Baustoff bei geringem Gewicht
Contra

Mit Geduld zum besseren Ergebnis

  • Unmittelbare Baukosten höher als beim Sandwichbau
  • Längere Bauzeit
  • Mehr Know-how bei Planung und Bau notwendig

 

Schnell bedeutet nicht automatisch wirtschaftlich

Bevor ein Lager, ein Outlet-Center oder eine Produktionshalle entsteht, gilt es eine ganze Reihe von Kriterien zu bedenken. Dazu gehören die Dauer und die Kosten von der Planung bis zur Bauabnahme. Sie sprechen oftmals für die Sandwichbauweise, die als besonders schnell und günstig gilt. Kalkulieren Bauherren allerdings die Kosten für den künftigen Betrieb der Halle ein, zeigt sich: Massive Baustoffe wie Porenbeton stellen die wirtschaftlich und ökologisch sinnvollere Lösung dar. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Klimawandel. 

Hallen aus Porenbeton bis zu 3 Grad kühler

Die meisten Klimaforschungsinstitute sagen für Mitteleuropa häufige, anhaltende Hitzewellen voraus. Welchen Einfluss dies auf die Arbeit in einer Halle haben wird, zeigen Simulationen am Computer: Schon in gewöhnlichen Sommerwochen mit Außentemperaturen von maximal 27 bis 28 Grad liegen die Temperaturen im Inneren einer Halle aus Porenbeton etwa 2 Grad tiefer als in einem Sandwichbau. Ist die Woche brütend heiß, beträgt die Differenz sogar bis zu 3 Grad. 

 

Fertigungshalle mit Büroanbau
Diese Halle wurde erst in Sandwichbauweise geplant. Die klimagünstigen Eigenschaften von Porenbeton gaben den Anstoß für eine Umplanung.

Erfahren Sie mehr über die Gründe zur Umplanung dieser Halle.

Produktiver dank angenehmer Temperaturen

Auf den Zeitraum von April bis Oktober übertragen ergibt sich folgendes Bild: In einer Halle aus Porenbeton steigen die Temperaturen allenfalls 50 Stunden lang über 26 Grad. Ein Sandwichbau mutet den Mitarbeitern solche Bedingungen 400 Stunden lang zu. Derart anhaltende Abweichungen vom Komfortbereich wirken sich auf die Produktivität aus. Denn in einem Sandwichbau wäre laut Simulation bis zur Hälfte der Belegschaft mit der thermischen Situation unzufrieden. In einer Halle aus Porenbeton hingegen liegt die Zahl der Unzufriedenen lediglich bei 10 bis 15 Prozent. Ein Unternehmen, das diesen Baustoff wählt, kann demnach auch in Glutsommern auf die Leistung seiner Mitarbeiter zählen.  

Zwei Hallen gefertigt aus großformatigen Porenbetonelementen
Auch in heißen Sommerwochen wird es in Produktionsstätten aus Porenbetonelementen nicht wärmer als 26,5 °C.

Natürliche Kühlung

Die thermisch-energetischen Unterschiede zwischen den beiden Bauweisen ergeben sich aus den Materialeigenschaften. Im Sandwichbau werden Paneelen aus Stahlblech und Polyurethan-Hartschaum eingesetzt. Die Dämmung stößt hier rasch an ihre Grenzen. Porenbeton hingegen vermag Wärme und Kälte lange zu speichern, was zu einer Amplitudenverschiebung führt: An heißen Tagen absorbiert er die Hitze sehr viel langsamer als ein Sandwichbau. Wenn Porenbeton beginnt, die Wärme in den Innenraum der Halle abzustrahlen, haben die Mitarbeiter das Gebäude bereits verlassen. Über Nacht kehrt sich der Effekt um. Der Porenbeton nimmt die kühlere Außentemperatur auf und überträgt sie am Morgen auf das Halleninnere. 

Zusatzinvestitionen vermeiden 

Zwar lässt sich dank moderner Anlagen auch in einem Leichtbau jede beliebige Temperatur erreichen. Allerdings schlagen der Kauf und die Montage einer Klimaanlage mit rund 120.000 Euro zu Buche. Für die Wartung werden pro Jahr mindestens weitere 800 Euro fällig. Zudem bedarf es zur Kühlung rund vier Mal so viel Energie wie zur Beheizung einer Halle. Das erhöht die Kosten weiter und führt zu einer unerfreulichen CO₂-Bilanz. In einer Halle aus Porenbeton erübrigt sich all dies. Die natürliche Amplitudenverschiebung ist der clevere Weg, für Planungs- und Investitionssicherheit zu sorgen.

Temperaturmessung
In dieser Simulation wird der Temperaturverlauf in einer normalen Sommerwoche verglichen. Beim Porenbeton bleibt die Temperatur unter 26 °C.

Fazit

Porenbeton ist ein bewährter Baustoff, der im Klimawandel weiter an Bedeutung gewinnt. Seine natürlichen Eigenschaften verbessern das Raumklima auch großer Hallen. Im Vergleich mit der Sandwichbauweise reduziert Porenbeton die Kosten und den Kohlendioxidausstoß. Zudem trägt er zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz bei.

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