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Gewusst wie16.10.2020

Gutes Design und digitales Bauen – passt das zusammen?

Haus bei Dunkelheit mit erleuchteten Fenstern
Design verleiht Häuser ihre Atmosphäre und Ästhetik.

Building Information Modeling (BIM) trifft Design: Wir geben einen Einblick, wie gutes Entwerfen im digitalen Bauprozess funktioniert und welche Vorteile BIM für Architektur und Design birgt.

Digitales Design

Design ist überall und fügt sich mal auffällig, mal unauffällig in unser tägliches Leben ein. Und das nicht nur im Bau: Form und Funktion, die sich ergänzen, ohne dabei Kompromisse einzugehen – das ist gutes Design.
Der gestalterische Aspekt, die Formgebung, ist dabei ebenso wichtig wie der funktionale. Ein Wohnhaus muss nicht nur bauphysisch und statisch „stimmen“ und den praktischen Ansprüchen und Bedürfnissen der Hausbewohner*innen zum Beispiel nach Platz oder barrierefreien Zugängen gerecht werden. Es sollte auch ästhetisch ansprechend sein. Die Räume sollten sich gut anfühlen und dazu einladen, in ihnen zu wohnen.

 „Computer-aided Design“ (CAD), also computergestütztes Entwerfen, ist heutzutage der Standard. Wenn von digitalem Design gesprochen wird, ist vielmehr die Gesamtheit der Bauplanung gemeint, die nun BIM-basiert abläuft. Dabei werden alle Planungsprozesse digital abgewickelt – sowohl die ingenieurtechnischen und die architektonischen als auch die gesamte Kommunikation.

Digitales Hausmodell mit Sicht in alle Zimmer.
Im digitalen Planungsprozess spielt Design dieselbe wichtige Rolle wie im analogen.

Was verändert sich …

Der erste große Unterschied: Die Chronologie des Projektablaufs verändert sich an mehreren Stellen. Der BIM-Prozess bedingt zum Beispiel, dass wichtige Entscheidungen wie über die Materialität der Wände vorgezogen und deutlich früher im Projektablauf getroffen werden müssen. Das verändert nicht nur den Planungsverlauf, sondern auch die Voraussetzungen für das Design.
Der Entwurf wird in drei statt zwei Dimensionen aufgebaut. Die Architekt*innen erstellen zunächst ein virtuelles 3D-Modell, einen „digitalen Zwilling“ des Gebäudes, den alle Gewerke mit ihren Fachbeiträgen ergänzen. In drei (oder mehr) Dimensionen zu modellieren ist sicher zu Beginn die größte Umstellung. 
Während Architekt*innen zuvor eher für sich arbeiteten und ihre Pläne anschließend als klassischen Ausdruck oder als PDF an alle Projektbeteiligten verteilt haben, wird die Zusammenarbeit im digitalen Planungsprozess deutlich enger: Die Projektleiter*innen laden die Modelle und Modellanpassungen und alle ergänzenden Informationen regelmäßig in eine Cloud und führen sie dort zu einem übergreifenden Gesamtmodell zusammen. Daher steht das Projektteam während der Planung in ständigem Kontakt und kommuniziert durchgehend – statt wie bisher nur ein- bis zweimal pro Projektphase.

… und was bleibt gleich?

Inhaltlich ändert BIM am Designprozess nicht viel. Design muss immer noch das können, was es vorher auch konnte: Gebäuden ihr Erscheinungsbild und ihre Funktionalität verleihen. Natürlich kann auch schlechtes Design in BIM abgebildet und gebaut werden! Im Gegenzug leistet jedoch gutes Design im BIM-Prozess denselben essentiellen Anteil wie vorher in der nicht digitalen Planung.
Viele Architekt*innen skizzieren nach wie vor viel auf Papier und übertragen ihre Arbeit im Anschluss in den 3D-Zwilling. Andere arbeiten von Beginn an mit CAD. Building Information Modeling ermöglicht jungen wie erfahrenen Architekt*innen, die eigene, optimale Arbeitsweise in der digitalen Planung zu entwickeln.

Lichtdurchflutetes Wohnzimmer von oben
Ansprechende, wohnliche Atmosphäre im Inneren
Weißes Haus in besonderer S-Form
Spannende Formsprache von außen
Hell erleuchtetes Gebäude bei Dunkelheit
Modern und einladend bei Tag und bei Nacht: Das alles macht Design.

Chancen der digitalen Planung

Bevor die Projektbeteiligten mit dem digitalen Planungsprozess starten können, brauchen sie zunächst eine BIM-Software. Zusätzlich beschäftigen Büros oft auch BIM-Expert*innen aus der Praxis, um den Einstieg ins digitale Bauen zu erleichtern. Die Einarbeitung und die ersten Modellierungen in 3D dauern für gewöhnlich länger als die zuvor analogen.
Höhere Kosten, größerer Zeitaufwand, komplexere Arbeit: Dies sind Bedenken, die Architekt*innen gegenüber der digitalen Planung haben könnten.
Neben mittel- und langfristigen Kosten- und Zeitersparnissen sorgt BIM-basiertes Planen für weitere Vorteile, auch im Bereich Design:

  • Der Abgleich und die Koordination zwischen allen Planungsdisziplinen werden effizienter, sicherer und verlustfreier: Wenn regelmäßig intensiver Kontakt besteht, gehen deutlich weniger Informationen verloren.
  • Der intensivere Austausch bewirkt, dass alle Beteiligten immer auf dem aktuellsten Stand sind und alle Informationen vorliegen – das begünstigt auch gutes Design.
  • Das 3D-Modell visualisiert alle geplanten Elemente direkt. Das ist vor allem in der Beziehung mit Kund*innen, Bauherr*innen etc. ein wirksames Tool: Die Architekt*innen können ihnen so die 3D-Informationen in jeder Planungsphase anschaulich erläutern.
  • Wiederkehrende Planungsaufgaben können mit „Visual Scripting“ (eine visuelle Programmiersprache, bei der das Programm durch grafische Elemente und ihre Anordnung aufgebaut wird) automatisiert werden, was die Arbeit langfristig einfacher macht.
  • Mit „Visual Scripting“ können bisher unentdeckte Architekturformen entwickelt und auch direkt auf ihre Machbarkeit geprüft werden – das eröffnet ganz neue Welten.
  • Das 3D-Modell hilft, ganz pragmatische Aspekte schon sehr früh im Prozess zu verstehen und aufs Design zu übertragen. Zum Beispiel können Architekt*innen sich per Mausklick den Sonnenverlauf über dem Gebäude anzeigen lassen und ihren Entwurf direkt mit der Licht- und Hitzeentwicklung im Kopf perfektionieren.

Tipps für einen erfolgreichen Start

Die Bundesarchitektenkammer hält regelmäßig Seminare zum Thema „BIM für Architekt*innen“ ab, die sich gut zur ersten Orientierung eignen. Auch Unternehmen mit großer BIM-Expertise teilen Ihre Fachkompetenz in (zum Teil kostenlosen) Webinaren.

Wer sich für BIM interessiert, wird auch im Internet fündig. Möglichkeiten zur Weiterbildung bieten mitunter Design-Tutorials auf YouTube, Blogs zum digitalen Bauen und BIM-Lernzentren.

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