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Gewusst wie02.12.2021

Umwelt und Baustoffe: Klimaschutz beim Bau

So wird Porenbeton hergestellt.

Wie bei einem Bauwerk eine gute Energiebilanz und damit mehr Klimaschutz erreicht wird, bestimmt der verwendete Baustoff. Hier erfahren Sie, welche Faktoren bei der Wahl des Baustoffs noch zu beachten sind.

Der gesamte Lebenszyklus ist entscheidend

Von der Gewinnung der Rohstoffe über die Produktion des Baustoffs, den Energieverbrauch während der Nutzung bis hin zu Rückbau und Wiederverwertung: Im Bereich Bauen und Wohnen gibt es zahlreiche Ansätze, Prozesse so zu gestalten, dass die Umwelt möglichst wenig belastet und das Klima geschützt wird. Einen essentiellen Aspekt stellen hierbei die Baustoffe der Gebäudehülle dar. Sie entscheiden, wie viel Energie durch Heizung oder Kühlung verbraucht wird und ob beispielsweise eine zusätzliche Dämmung notwendig ist. Wie nachhaltig ein Baustoff wirklich ist, kann aber nur bei Berücksichtigung weiterer Kriterien beurteilt werden.


Am Beispiel von Porenbeton und Kalksandstein zeigen wir, welche wichtigen Faktoren in eine Nachhaltigkeitsbewertung mit einfließen sollten und wie Baustoffauswahl und Klimaschutz zusammenhängen.

Einsatz von Sekundärrohstoffen

Rund 90 % aller abgebauten mineralischen Rohstoffe in Deutschland werden für die Herstellung von Baustoffen verwendet. Da Rohstoffe kostbar sind, gilt es, diese sparsam einzusetzen. Wenn beispielsweise bei der Verarbeitung von Porenbetonelementen an der Baustelle Schnittreste anfällt, kann dieser in Big Bags gesammelt werden. Das sind große Säcke, in denen etwa eine halbe Tonne Material transportiert werden kann. Das sortenreine zurückgeführte Material aus den Big Bags ist ein wichtiger Wertstoff für Xella. Er wird zu Porenbetonmehl zerkleinert und fließt wieder in den Produktionsprozess ein.

Ist natürlich gleich gut?

Natürliche Baustoffe stammen aus der Natur und werden in ihrer ursprünglichen Form zum Bauen verwendet. Biologische Baustoffe dagegen stammen aus gewachsenen und organischen Materialien. Dennoch können auch natürliche Materialien wie beispielsweise Holz mit Chemikalien so behandelt werden, dass sie schädlich für die Umwelt werden. Porenbeton und Kalksandstein werden aus natürlichen und mineralischen Rohstoffen hergestellt – weitestgehend aus Sand, Kalk, Zement und Wasser. Künstliche Stoffe oder Chemikalien werden nicht beigefügt.

Energieeffiziente und durchdachte Produktion

Bei der Produktion von Baustoffen wird Energie und Wasser benötigt. Um beides zu sparen, werden Porenbeton und Kalksandsandstein mit so wenig Energie wie möglich hergestellt. Die Porenbetonproduktion benötigt sogar weniger Energie als vergleichbare  Baustoffe, denn Porenbeton wird in einem geschlossenen Kreislauf hergestellt. So wird z. B. der für die Härtung nötige Wasserdampf zu 85 % mehrfach genutzt.

Energiebedarf in der Nutzungsphase 

Der Energiebedarf eines Gebäudes hat direkte Auswirkungen auf die CO₂-Bilanz. Um den Energieverbrauch zu senken, ist eine gute Wärmedämmung entscheidend. Porenbeton bringt diese Eigenschaften bereits in monolithischer Bauweise mit und somit kann auf ein Wärmedämmverbundsystem verzichtet werden. Je nach Auswahl des Porenbetons ist das Erreichen eines Effizienzhaus-40-Standards möglich. Das bedeutet, dass ein Gebäude 60 % weniger Energie benötigt als vom Gebäudeenergiegesetz vorgeschrieben. Somit wird der Energieverbrauch geringgehalten und das Klima geschützt.

Keine Schadstoffe keine Belastung

Bei Baustoffen ist darauf zu achten, dass sie keine gesundheitsschädlichen Emissionen freisetzen. Porenbeton und Kalksandstein bestehen aus natürlichen und mineralischen Rohstoffen. Diese werden zwar verarbeitet, aber es entstehen dabei keine Schadstoffe – auch im Brandfall oder bei Wassereinwirkung gelangen keine toxischen Gase oder Stoffe in die Umwelt.

Wiederverwertung

Xella hat einen Kreislauf-Prozess etabliert, bei dem sowohl Produktionsreste, als auch Baustellen-Schnittreste als Wertstoff in der Produktion von neuem Porenbeton wiederverwendet werden können. So lassen sich wertvolle Primärrohstoffe einsparen. Was nach der Nutzungsphase mit dem Baustoff geschieht, ist aber ebenso relevant für die Bewertung der Nachhaltigkeit. Und weil der geschaffene Kreislauf-Prozess sich als äußerst nutzbringend erwiesen hat, arbeitet Xella mit Nachdruck an Rückführungssystemen für Altporenbeton aus dem Gebäudeabbruch.

Zertifizierte Nachhaltigkeit

Bei den aufgeführten Kriterien handelt es sich lediglich um die Auswahl einiger wichtiger Faktoren, die entscheiden, wie klimafreundlich ein Baustoff ist. Zur umfassenden Beurteilung kommen weitere Faktoren wie Transportwege, Verpackung, Lagerung und Langlebigkeit hinzu. So eine umfassende Nachhaltigskeitsanalyse von Bauteilen und Rohstoffen führt das Institut Bauen und Umwelt e.V. durch – und zwar in Form einer sogenannten Environmental Product Declaration (EPD). Dabei wird der gesamte Lebenszyklus oder auch nur einzelne Abschnitte wie zum Beispiel die Baustoffherstellung nach internationalen Standards untersucht. Mit einer EPD können Planer und Gebäudenutzer die Nachhaltigkeit von Baustoffen oder Bauteilen besser bewerten. Was alles in einer EPD steht und welchen Nutzen diese noch bringt, erfahren Sie hier.  

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