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Fachwissen04.11.2020

Das Gebäudeenergiegesetz – die wichtigsten Eckpunkte

Am 01. November 2020 trat das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft und fasst bestehende Verordnungen und Gesetze zusammen. Hier gibt es einen kurzen Überblick über die wichtigsten Änderungen für Bauherren.

Was bringt das GEG?

Letzten Herbst wurde es vom Bundeskabinett beschlossen, nun ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG) am 01. November 2020 in Kraft getreten. Es löst die bestehende Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ab. 

Durch die Vereinheitlichung der aktuellen Regelwerke soll die Anwendung vereinfacht werden. Ziel ist es, das Klima durch energieeffizientere Gebäude und eine CO2-Reduzierung im Gebäudesektor langfristig besser zu schützen. 

Das Anforderungsniveau für Neubauten und Sanierungen wird hierfür vorerst nicht verschärft. Die Vorgaben an die energetische Qualität von Gebäuden sowie die Nutzung erneuerbarer Energien werden im neuen GEG zusammengefasst und nur um einige Punkte ergänzt.

Niedrigstenergiegebäude: Fortführung von EnEV

Das GEG enthält die Umsetzung einer beschlossenen EU-Richtlinie: Alle Neubauten ab 2021 sind als Niedrigstenergiegebäude zu errichten. Das bedeutet, ein neues Gebäude soll eine möglichst hohe Gesamtenergieeffizienz besitzen und den Energiebedarf aus erneuerbaren Energien decken. 

Diese Regelungen sind nicht neu, sondern eine Fortsetzung der EnEV von 2016. Für alle geplanten Projekte heißt das: Gebäude, die nach EnEV 2016 konzipiert sind und die dort aufgeführten Werte erfüllen, können auch mit dem neuen GEG ohne Veränderung umgesetzt werden. Dennoch empfiehlt es sich, mögliche zukünftige Verschärfungen mit einzuplanen und die Standards zu übertreffen. Genauere Angaben zum Energiebedarf eines Neubaus finden Sie im folgenden Download.

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Mit Absenden dieses Formulars erkläre ich mich einverstanden, zum Zwecke der Beratung von der Xella Deutschland GmbH bzw. Ytong Bausatzhaus GmbH / Xella Aircrete Systems GmbH kontaktiert zu werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber den genannten Gesellschaften widerrufen (z.B. per E-Mail an datenschutz-service@xella.com oder per Post an Xella Deutschland GmbH; Datenschutz, Düsseldorfer Landstraße 395, 47259 Duisburg). Ein Widerruf gegenüber einer Gesellschaft gilt grundsätzlich für alle drei o.g. Gesellschaften.

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Steuerliche Förderung für energetische Sanierung

Auch im neuen Gesetz ist festgelegt, dass für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden Fördermittel abrufbar sind. Die Informationsseiten der KfW bieten einen Überblick über alle entsprechenden Fördermöglichkeiten, 
Für Neubauten sind ebenfalls Förderungen der KfW möglich. Hier lohnt sich der Einsatz von Baustoffen mit guten wärmedämmenden Eigenschaften. Außerdem wird mit dem GEG wird ein Beratungsgespräch mit der vor einer Gebäudesanierung verpflichtend. Die Verbraucherzentrale bietet solche Beratungen an.

Energieausweise werden wichtiger

Hierauf sollten Sie achten: In Zukunft müssen alle, die ihr Haus oder ihre Wohnung neu vermieten oder verkaufen möchten, potenziellen Interessenten den Energieausweis spätestens bei der ersten Besichtigung unaufgefordert vorlegen. Dies gilt mit dem GEG nun auch für Makler.

Außerdem werden die Energieausweise um eine Zahl ergänzt: Die sich aus dem Primärenergiebedarf oder Primärenergieverbrauch ergebenden CO₂-Emissionen eines Gebäudes müssen ebenfalls im Energieausweis aufgeführt werden. Die restlichen Pflichtangaben bleiben bestehen. 

Solarpanele auf einem Hausdach
Weiterhin ist der Einsatz erneuerbarer Energien bei neuen Gebäuden verpflichtend.

Neue Möglichkeiten: Anteil erneuerbarer Energien decken

Wie bisher schreibt das GEG vor, einen Anteil von mindestens 15 % des Wärme- und Kälteenergiebedarfs bei Neubauten aus erneuerbaren Energien zu decken. Neu ist hier, dass nun auch gebäudenah erzeugter Strom eingesetzt werden kann. Das bedeutet, dass beispielsweise Energie aus der PV-Anlage auf dem Hausdach zum dem geforderten Anteil eingerechnet wird. 

Außerdem kann der Anteil auch durch den Einsatz von Biomethan, Biogas oder KWK-Anlagen erreicht werden. Mit dem GEG entstehen also weitere Möglichkeiten, die bisherigen Anforderungen an den Einsatz erneuerbarer Energien zu erfüllen. 

Der Betrieb von Ölheizungen wird ab 2026 bis auf wenige Ausnahmen verboten oder ist nur noch in Kombination mit der Verwendung erneuerbarer Energien erlaubt. Für den Austausch eines alten Heizsystems stehen staatliche Förderungen zur Verfügung.

Ausblick

Im GEG ist festgeschrieben, dass das Gesetz im Hinblick auf die Definition des Niedrigstenergiegebäudes 2023 erneut überprüft werden soll. Im folgenden halben Jahr sollen gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen werden. Hier ergeben sich also in ein paar Jahren eventuell Weiterentwicklungen der Standards. Daher lohnt es sich schon jetzt auf zukunftsweisende Bausysteme zu setzen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

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